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Die geistliche Gemeinschaft der Kirche und ihre sichtbare Gestalt

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 29. Oktober ·

Am Mittwoch, 29. Oktober, setzte Papst Franziskus seine Katechesereihe über die Kirche fort. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, die Kirche besitzt eine geistliche und eine sichtbare Wirklichkeit. Dabei handelt es sich nicht um zwei verschiedene Größen. Die geistliche Gemeinschaft und die sichtbare Gestalt der Kirche bilden vielmehr eine einzige komplexe Realität. Zur sichtbaren Wirklichkeit der Kirche gehören nicht nur der Papst, die Bischöfe, Priester und Personen des geweihten Lebens, sondern alle Getauften, die dem Herrn nachfolgen und in seinem Namen Gutes tun. So kann auch das sichtbare Wirken der Kirche in seiner Fülle nicht gemessen werden. Die sichtbare Wirklichkeit der Kirche geht über unsere Kräfte hinaus, sie ist ebenso geheimnisvoll, weil sie von Gott kommt. 

Von der Menschwerdung Christi her können wir auch das Geheimnis der Kirche verstehen: Wie in der einen Person Christi die göttliche und menschliche Natur auf wunderbare und untrennbare Weise vereint sind und die menschliche Natur die göttliche unterstützt und ihr dient, so gilt dies analog von der geistlichen und der sichtbaren Wirklichkeit der Kirche. Jesus Christus bediente sich seiner Menschheit, um den göttlichen Heilsplan und die Erlösung zu verkünden und zu verwirklichen. Genauso ist die Kirche stets gerufen, durch ihre sichtbare Wirklichkeit, die Sakramente und ihr Zeugnis jedem Menschen nahe zu sein, angefangen von den Armen und Notleidenden, um sie weiter erfahren zu lassen, dass der Herr seinen Blick voll Mitleiden und Erbarmen auf sie richtet.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger deutscher Sprache, besonders an die Gläubigen der Pfarrei St. Cäcilia in Bösel sowie an die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Höchstadt an der Aisch und der Maristenschule in Recklinghausen. Werden wir nicht müde, den Herrn um die Gabe des Glaubens zu bitten, damit wir trotz unserer Schwachheit und unserer Grenzen Werkzeug und sichtbares Zeichen seiner Liebe zu den Menschen sein können. Von Herzen segne ich euch alle.

In italienischer Sprache appellierte Papst Franziskus an die internationale Gemeinschaft, sich für eine effektive Bekämpfung des Ebola-Virus einzusetzen, und forderte die Gläubigen zum Gebet auf. Er sagte:

Angesichts der Verschlimmerung der Ebola-Epidemie möchte ich meiner lebhaften Sorge in Bezug auf diese unerbittliche Krankheit Ausdruck verleihen, die sich besonders auf dem afrikanischen Kontinent ausbreitet, vor allem unter den bedürftigsten Bevölkerungsgruppen. Ich bin den betroffenen Personen mit meiner Zuneigung und meinem Gebet nahe und ebenso den Ärzten, Krankenpflegern, den freiwilligen Helfern, den Ordensinstituten und allen Vereinigungen, die sich in heroischer Weise dafür einsetzen, diesen unseren kranken Schwestern und Brüdern zu helfen. Ich erneure meinen Appell, damit die internationale Gemeinschaft alle notwendigen Anstrengungen unternimmt, um diesen Virus zu bekämpfen und um die Not und das Leid der so schwer Geprüften konkret zu lindern.

Ich lade euch ein, für sie und für alle, die ihr Leben verloren haben, zu beten.

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