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Der zerstörte Frühling

· Drei Tote und 130 Verletzte beim Dynamitanschlag beim Marathonlauf in Boston ·

Das Beileid von Papst Franziskus

Ein Festtag, der ein ganzes Jahr lang erwartet worden war, der das Ende der kalten Jahreszeit und die Ankunft des Frühlings markiert. Der Marathonlauf von Boston – der älteste der Welt, der zum 177. Mal gelaufen wird – will in gewissem Sinne ein Rhythmus der Wiedergeburt sein. Und vielleicht wollte ihn der Terrorismus in all seiner nihilistischen Verneinung gerade deshalb treffen.

Die Bilanz der zwei Explosionen, die gestern in der Nähe der Zielgeraden erfolgten, beläuft sich auf drei Tote und 130 Verletzte. Abgesehen von den Zahlen sind da auch die Geschichten der Menschen. Wie jene der kleinen Mary Richard, 8 Jahre alt, die starb, als sie aufs Ziel zulief, um ihren Vater zu umarmen. Oder diejenige der Gebrüder Nordern, der beiden Kinder, die von der Explosion erfasst wurden und die beide ein Bein verloren haben. Ihre Geschichten sind – ganz unabhängig von der Urheberschaft der Anschläge – , dieselben wie diejenigen anderer kleiner Opfer: etwa Stefano Gaj Taché, ermordet im Alter von nur zwei Jahren beim Anschlag auf die Große Synagoge in Rom, oder Malala, die in Pakistan ein Opfer der Taleban wurde. Oder die Schüler der Grundschule Al Khifah im Irak, die im März des vergangenen Jahres bei einem Dynamitanschlag ums Leben kamen. Alles Jugendliche am Anfang eines Lebens, das vom Terrorismus entweder ausgelöscht oder für immer gezeichnet wurde, aus Wahnsinn oder aus kaltem politischem Kalkül.

Am Tag nach dem Anschlag von Boston hat Papst Franziskus ein von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichnetes Beileidstelegramm mit folgendem Wortlaut an den Erzbischof von Boston, Kardinal Sean O’Malley, geschickt:

»In tiefer Trauer über die Nachricht über die Todesfälle und die schweren Verletzungen, die diese Gewalttat gestern Abend in Boston verursacht hat, hat mich Papst Franziskus beauftragt, Sie seines Beileid und seiner Nähe im Gebet zu versichern. Nach dieser sinnlosen Tragödie betet seine Heiligkeit darum, dass Gott den Toten seinen Frieden, den Leidenden Trost und all jenen Kraft geben möge, die nach wie vor damit beschäftigt sind, Hilfe zu leisten. In dieser Zeit der Trauer betet der Heilige Vater darum, dass die ganze Bevölkerung von Boston eins ist in dem Vorsatz, sich nicht vom Bösen überwältigen zulassen, sondern es mit dem Guten zu bekämpfen (vgl. Röm 12,21) und zusammenzuarbeiten, um für die künftigen Generationen eine immer gerechtere, freiere und sicherere Gesellschaft zu errichten.

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18. Januar 2018

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