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Der Herr heilt

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 28. September ·

In der Generalaudienz am Mittwoch, 28. September, sprach Papst Franziskus in seiner Katechesereihe zum Jahr der Barmherzigkeit über das Thema der Liebe Gottes zum Sünder und den Tod Jesu am Kreuz. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, bei der Passion Jesu ist das Wort der Vergebung von besonderer Bedeutung. Seine Bitte: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun« (Lk 23,43), wird zur konkreten Tat, als er dem reumütigen Schächer verzeiht. Damit zeigt Christus nicht nur die Fülle seiner Liebe. 

Er offenbart, dass sein Erlösungsopfer dem schweren Sünder gilt, dass es keine Grenzen kennt. Er hält am Kreuz bis zum Ende aus, um zu zeigen, dass er keinen von uns, in welchem Leid auch immer, alleine lässt. Während der böse Schächer Gott lästert, wendet sich der andere mit Gottesfurcht und tiefem Vertrauen an den Herrn und wird so offen für dessen Barmherzigkeit. Im Wissen um die Güte Jesu bekennt er seine Schuld. Er erkennt im leidenden Herrn die Liebe Gottes für den Sünder und findet den Mut, sich direkt an ihn zu wenden: »Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst« (Lk 23,42). Er nennt Jesus beim Namen, jenem Namen, der auf Hebräisch bedeutet: »der Herr heilt«. Der zum Tod verurteilte Verbrecher wird so zum Modell des Christen, der in seiner Not ganz auf Jesus vertraut. Er bittet den Herrn um seine Nähe, um sein Gedenken, und Christi Antwort lautet: »Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein« (Lk 23,43). In der Stunde des Kreuzes erfüllt sich die Erlösung der Sünder.

Der Papst grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Ein herzliches Willkommen allen Pilgern deutscher Sprache, vor allem den vielen Jugendlichen. Besonders grüße ich die Seminaristen der Diözesen Graz-Seckau und Gurk-Klagenfurt sowie die Schülerinnen der Maria-Ward-Mädchenrealschule aus München. Liebe Freunde, schauen wir auf Jesus und entdecken wir immer mehr die Schönheit der Barmherzigkeit des Herrn! Gott segne euch alle.

In einem Appell in italienischer Sprache wies der Papst auf die dramatische Situation im syrischen Aleppo hin. Er sagte:

Meine Gedanken gelten erneut dem geliebten und leidgeprüften Syrien. Weiterhin erreichen mich dramatische Nachrichten über das Schicksal der Bevölkerung von Aleppo, mit deren Leid ich mich durch das Gebet und die geistliche Nähe verbunden fühle. Ich bringe meinen tiefen Schmerz und meine aufrichtige Sorge über das zum Ausdruck, was in dieser bereits leidgeprüften Stadt geschieht, wo Kinder sterben, alte Menschen, Kranke, Junge, Alte, so viele… Ich appelliere erneut an alle, die dringend notwendige Pflicht zu erfüllen, sich mit ganzer Kraft für den Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen. Ich appelliere an die Gewissen derer, die für die Bombardierungen verantwortlich sind und die vor Gott werden Rechenschaft ablegen müssen!

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