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Der Heilige Geist sei
der Protagonist unseres Lebens

· ​Messe in Santa Marta ·

Wir können »aus dem kleinen, was wir sind«, aus »unserer sündigen Existenz« nur mit »der Hilfe der gleichen Kraft wiedergeboren werden, die den Herrn hat auferstehen lassen: mit der Kraft Gottes«, und dafür »hat der Herr uns den Heiligen Geist gesandt«. Wir können es nicht alleine schaffen. Dies rief Papst Franziskus in der Predigt zur Messe in Santa Marta am 30. April in Erinnerung, die ganz auf die Antwort Jesu auf die Frage des Nikodemus konzentriert war (vgl. Joh 3,7-15), der fragte, wie dies geschehen könne. Eine Frage, die auch wir stellten. Jesus erkläre: »Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden«, und der Papst zeichnete diese Verbindung zwischen Ostern und der Botschaft der Wiedergeburt nach.

Die Botschaft der Auferstehung des Herrn sei «diese Gabe des Heiligen Geistes«. Bei der ersten Erscheinung Jesu vor den Aposteln am Sonntag der Auferstehung sage er zu ihnen: »Empfangt den Heiligen Geist«. »Das ist die Kraft! Wir können nichts ohne den Geist tun«, erklärte der Papst, der in Erinnerung rief, dass das christliche Leben nicht nur darin bestehe, sich gut zu benehmen, das eine zu tun, das andere zu lassen. »Wir können das nicht tun«, wir könnten unser Leben auch in »englischer Kalligraphie« schreiben, doch das christliche Leben werde aus dem Geist wiedergeboren und deshalb müssten wir Platz für ihn schaffen:

»Es ist der Geist, der uns von unseren Grenzen auferstehen lässt, von unserem Tod, weil wir so viele Abgestorbenes in unserem Leben, in unserer Seele haben. Die Botschaft der Auferstehung ist jene Jesu an Nikodemus: wir müssen von oben wiedergeboren werden. Aber warum räumt er dem Geist Platz ein? Ein christliches Leben, das als christlich bezeichnet wird und dem Geist keinen Platz einräumt und sich nicht vom Geist voranführen lässt, ist ein heidnisches Leben, das sich als christlich verkleidet. Der Geist ist der Protagonist des christlichen Lebens, der Geist – der Heilige Geist –, der bei uns ist, uns begleitet, verwandelt, mit uns siegt. Niemand ist je in den Himmel aufgestiegen, außer Ihm, der vom Himmel herabgekommen ist, also Jesus. Er ist vom Himmel herabgekommen. Und Er sagt uns im Augenblick der Auferstehung: ›Empfangt den Heiligen Geist‹, er wird der Gefährte des Lebens sein, des christlichen Lebens«.

Daher könne es kein christliches Leben ohne den Heiligen Geist geben, der »der Gefährte aller Tage« sei, eine Gabe des Vaters, eine Gabe Jesu: »Bitten wir den Herrn, uns dieses Bewusstsein zu schenken, dass wir keine Christen sein können, ohne mit dem Heiligen Geist zu gehen, ohne mit dem Heiligen Geist zu handeln, ohne es zuzulassen, dass der Heilige Geist der Protagonist unseres Lebens ist«.

Wir müssten uns daher fragen, welches sein Platz in unserem Leben sei, »denn du kannst in einem christlichen Leben nicht ohne den Heiligen Geist gehen«. Wir müssten den Herrn um die Gnade bitten, diese Botschaft zu verstehen: »Unser Weggefährte ist der Heilige Geist«.

(Debora Donnini)

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