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Der Akt des Glaubens

· ​Messe in Santa Marta ·

Ein praktischer Rat, um den Advent zu leben: das neunte Kapitel des Johannesevangeliums lesen, in dem »der Glaubensakt» des blindgeborenen Jungen beschrieben wird. Denn »mit dem Glauben ist alles möglich«, und nur mit dem Glauben können wir Weihnachten so feiern, wie es wirklich ist, ohne »weltlichen oder heidnischen«, »theologisierenden oder moralisierenden« Versuchungen nachzugeben. So betonte Papst Franziskus bei der Messe in Santa Marta am Montag, 10. Dezember, erneut die Wahrheit über Weihnachten.

Der Papst wies in seiner Predigt unverzüglich darauf hin, dass »wir zu Beginn der Messe im Tagesgebet den Herrn um die Gnade gebeten haben, uns darauf vorzubereiten, Weihnachten mit wahrem Glauben zu feiern«. Das Gebet lautete folgendermaßen: »Wir bereiten uns in diesen Tagen darauf vor, die Menschwerdung deines Sohnes würdig zu feiern. Lass unser Gebet zu dir dringen und segne unser Bemühen, damit unser Leben sich erneuert und die ursprüngliche Reinheit wiedergewinnt«. Und mit diesen Worten, fügte Franziskus hinzu, »haben wir um den Glauben an das Geheimnis des Mensch geworden Gottes gebeten«.

Und gerade »der Glaube zeigt auch heute im Evangelium, wie er an das Herz des Herrn rührt«, so der Papst, der sich auf das Tagesevangelium nach Lukas (5,17.26) bezog. »Der Herr«, rief er Erinnerung, »kehrt häufig zur Katechese über den Glauben zurück, er beharrt darauf«. Und so sei im Abschnitt aus dem Evangelium zu lesen, dass Jesus den Glauben der Menschen gesehen habe, die einen Gelähmten vor ihn gebracht hätten. Er »sah diesen Glauben, weil es Mut erfordert, ein Loch in das Dach zu bohren und ein Bett mit dem Kranken dort hinunterzulassen, es braucht Mut«. Und dieser Mut beweise: »Diese Leute hatten Glauben: sie wussten, dass der Kranke, wenn vor Jesus käme, geheilt würde.« Aus diesem Grund schreibe Lukas: »Als er ihren Glauben sah…«

Im Übrigen »kehrt Jesus oft zum Thema des Glaubens zurück«, sagte der Papst. Und »wir sehen es im Evangelium: denken wir zum Beispiel an den Hauptmann, als Jesus vom Glauben dieses Mannes beeindruckt ist und sagt: ›Ich habe nie einen solchen Glauben in Israel gefunden‹«. Dann fuhr er fort: »Denken wir an die Frau, jene Syro-Phönizierin, die Jesus folgte und bat, sie bat und Jesus hörte nicht hin; sie bat: ›Wenigstens die Brotkrumen für die Kinder‹, und Jesus: ›Welch ein Glaube! Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemandem gefunden‹«. Und weiter: »Denken wir an diese andere Frau, die an Blutfluss litt: sie wollte nur den Saum des Gewandes berühren, während Jesus ging, um die Tochter des Jaïrus zu heilen«.

»Glaube« also. Und »Jesus bewundert den Glauben in den Leuten: Er tadelt Menschen mit geringem Glauben, nicht nur, er tadelt Petrus – ›Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?‹, – und er tadelt diesen armen Vater des besessenen Kindes: ›Wenn du kannst, hilf uns‹ – ›Alles kann, wer glaubt‹«. Er »sagt es kraftvoll, er tadelt«, weil »für den Glauben alles möglich ist, und dann sagt er: »Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! und er wird wegrücken««. Mit dem Glauben also »ist alles möglich«, wiederholte Franziskus. Und »heute haben wir um diese Gnade gebeten: uns in dieser zweiten Adventswoche mit dem Glauben darauf vorzubereiten, Weihnachten zu feiern«.

»Es ist wahr, dass Weihnachten – wir alle wissen es – viele Male mit nicht so viel Glauben gefeiert wird, es wird auch auf weltliche oder heidnische Weise gefeiert«, gestand der Papst. Aber »der Herr bittet uns, es mit Glauben zu tun, und wir müssen diese Woche um diese Gnade bitten: es mit Glauben feiern zu können«. Auch wenn es, so fügte er hinzu, »nicht leicht ist, den Glauben zu bewahren, es ist nicht leicht, den Glauben zu verteidigen, es ist nicht leicht«.

»Denken wir an jenen blindgeborenen Jungen«, von dem Johannes im neunten Kapitel seines Evangeliums spreche, schlug der Papst vor. Er bezog sich dabei insbesondere auf den »Kampf, den er hatte, um kohärent zu sein, um die Wahrheit zu sagen«. Und »es ist schön, wie dieser Abschnitt des Evangeliums endet: Jesus findet ihn, er kannte den Kampf dieses Jungen und stellte ihm die Frage: ›Glaubst du an den Menschensohn?‹« Dieser Junge »war intelligent« und habe geantwortet: »Wer ist das?«, gerade weil »er die Dinge nicht einfach hinnahm, die er nicht verstand«. Und auf Jesu Antwort hin – »er, der mit dir redet, ist es« – »warf sich dieser Junge vor ihm nieder und betete Jesus an«. Das also sei »der Akt des Glaubens«.

»Es wird uns heute gut tun und auch morgen, im Laufe dieser Woche«, schlug Franziskus vor, »uns dieses neunte Kapitel des Johannesevangeliums vorzunehmen und diese wunderschöne Geschichte des blindgeborenen Jungens zu lesen«. Und »herzinniglich mit dem Akt des Glaubens zu enden: ›Ich glaube, Herr. Hilf meinem geringen Glauben. Verteidige meinen Glauben vor der Weltlichkeit, vor dem Aberglauben, vor Dingen, die nicht Glaube sind. Verteidige ihn davor, ihn auf Theorien zu reduzieren, seien sie theologisierend oder moralisierend‹«: dass er »Glaube an dich, Herr«, sei. Aus diesem Grund, schloss der Papst, »bitten wir um diese Gnade und lesen diesen Abschnitt aus dem Johannesevangelium«.

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16. Dezember 2019

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