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Das Ziel eines Jubeljahres

Bei der Generalaudienz am Mittwoch, 10. Februar, sprach Papst Franziskus über die Stiftung des »Jubeljahres«. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern,

in der Heiligen Schrift, besonders im Buch Levitikus, hören wir von der Stiftung des »Jubeljahres«. Jedes fünfzigste Jahr soll für heilig erklärt werden und als Jubeljahr gelten, das am Versöhnungstag durch den Klang des Horns eröffnet wird.

Es handelte sich um eine Art »Generalvergebung«, die allen ermöglichte, ihre ursprüng­liche Situation wiederzuerhalten: jede Schuld wurde erlassen, Grund und Boden zurückgegeben, die eigene Freiheit wiederhergestellt. Das Jubeljahr diente dem Volk Israel dazu, die Armut und Ungleichheit zu bekämpfen, allen ein würdiges Leben und eine gleiche Verteilung der Güter zu sichern. Dahinter stand die Idee, dass die Erde letztlich Gottes Eigentum ist. Das Ziel war eine auf Gleichheit und Solidarität gegründete Gesellschaft, wo Freiheit, Besitz und Geld ein Gut für alle und nicht nur für einige wenige sind. Das Jubeljahr vertieft das Vertrauen auf Gott, der als guter Vater seine Schöpfung erhält. Zugleich stärkt es im Volk Gottes das Bewusstsein, die Brüderlichkeit und gegenseitige Hilfe konkret zu leben. So können wir das Jubeljahr in der Bibel als ein »Jubeljahr der Barmherzigkeit« verstehen.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Gerne heiße ich die Pilger aus den Ländern deutscher Sprache wie auch aus Luxemburg, Belgien und den Niederlanden willkommen. Besonders grüße ich die Ministranten der Diözese Bozen-Brixen in Begleitung von Bischof Ivo Muser als auch die Vereinigung Pro Petri Sede. Liebe Freunde, in den kommenden Tagen werde ich Mexiko besuchen. Ich bitte euch, meine Apostolische Reise und die Begegnung mit Patriarch Kyrill auf Kuba mit eurem Gebet zu begleiten. Vielen Dank! Ich wünsche euch einen guten Beginn der Fastenzeit.

Appell bei der Generalaudienz am 10. Februar

In italienischer Sprache wies der Papst auf den Welttag der Kranken hin. Er sagte:

Morgen, am Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes, begehen wir den XXIV. Welttag der Kranken, dessen Höhepunkt die Feier in Nazareth sein wird. In der Botschaft dieses Jahres haben wir über die unersetzliche Rolle Mariens bei der Hochzeit von Kana nachgedacht: »Was er euch sagt, das tut!« (Joh 2,5). In der Fürsorge Mariens spiegeln sich die Zärtlichkeit Gottes und die unermessliche Güte des barmherzigen Jesus. Ich lade euch ein, für die Kranken zu beten und sie unsere Liebe spüren zu lassen. Die Zärtlichkeit Mariens möge im Leben vieler Menschen gegenwärtig sein, die den Kranken zur Seite stehen, damit sie deren Bedürfnisse wahrzunehmen wissen, auch die kaum wahrnehmbaren, weil sie mit einem Blick voller Liebe gesehen werden.

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19. Juni 2018

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