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Brücken der Freundschaft, um Frieden zu stiften

· Osterbotschaft der Jerusalemer Kirchen ·

Der gute Wunsch, dass sowohl im Heiligen Land als auch im gesamten Nahen Osten der ersehnte Friede zustande kommen möge sowie das in vielerlei Hinsicht damit verbundene Problem der Flüchtlingswelle, die sich in andere Länder ergießt, begleitet vom Aufruf, diese Menschen aufzunehmen und ihre Würde zu achten: Das waren die wichtigsten Themen, die im Mittelpunkt der Botschaft standen, die die Patriarchen und die Oberhäupter der Ortskirchen von Jerusalem aus Anlass des Osterfests verbreitet haben.

Es handelt sich bei diesem Text also keineswegs um dem Umstand angemessene Floskeln, sondern in erster Linie um eine Lesart, die im Hinblick auf die brisantesten der anstehenden Themen der Hoffnung Raum geben. All das unter einem in erster Linie ökumenischen Vorzeichen, versehen mit der Unterschrift dreier Patriarchen: des lateinischen Patriarchen Fouad Twal, des griechisch-orthodoxen Patriarchen Theophilos III. und des armenisch-orthodoxen Patriarchen Nourhan Manougian, zu denen sich jene des Kustos des Heiligen Landes, P. Pierbattista Pizzaballa OFM, und der örtlichen Leiter der weiteren neun christlichen Konfessionen gesellen, die in Jerusalem präsent sind. Das Dokument fordert dazu auf, über das Geheimnis jener »frohen Traurigkeit«, die emblematisch für den Weg der Vorbereitung auf Ostern steht, nachzudenken, durch die die Conditio humana in Erwartung der von Christus verheißenen Auferstehung charakterisiert ist. »Das Leiden des Menschen und das Sterben«, so die Botschaft, »werden in Freude verwandelt durch das Kreuz Christi, in dem die Realitäten des Menschen und jene Gottes sich begegnen und an dem Christus über Tod und Leiden triumphiert. Das leere Grab hier in Jerusalem ist also die Verkörperung der Hoffnung, die Gott für die gesamte Schöpfung hegt.« Ein Heilsgeschehen, »das nicht ausschließlich einer bestimmten Rasse, einem Volk oder einer Nation zugedacht ist«, das »uns auffordert, voller Mitleid und Barmherzigkeit das Leiden und den Schmerz unendlich vieler Menschen in aller Welt zu bedenken«. Das sei, wie der Text betont, etwas, das »man nicht dadurch erreicht, dass man Mauern der Entfremdung, der Intoleranz bzw. der Zurückweisung errichtet.« Vielmehr bedürfe die Welt »der Errichtung von Brücken, durch die Verständnis, Freundschaft und Aufnahme für die leidenden Menschen und für all jene, deren Würde verletzt wurde und die großem Leiden ausgesetzt sind, Wirklichkeit werden können«.

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19. Dezember 2018

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