Hinweis

Diese Website verwendet Cookies
Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die dazu beiträgt, Ihren Besuch auf unserer Website zu verbessern. Mit dem Navigieren auf den Seiten dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu unseren Cookie-Richtlinien finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Barmherzig wie der Vater

· Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 21. September ·

In der Generalaudienz am Mittwoch, 21. September, erinnerte Papst Franziskus an das Motto des außerordentlichen Heiligen Jahres. Er stellte die Frage: Können wir lieben und barmherzig sein wie Gott? Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:

Liebe Brüder und Schwestern, das Motto des außerordentlichen Heiligen Jahres ist dem Abschnitt des Lukasevangeliums entnommen, den wir eben gehört haben: »Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!« (6,36). Dies ist nicht einfach ein Slogan, sondern eine Lebensaufgabe. Das verdeutlicht auch die Parallelstelle bei Matthäus: »Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist« (5,48). Barmherzig sein heißt vollkommen sein, »perfekt« sein, wie der lateinische Text sagt. Aber können wir das? Können wir lieben und barmherzig sein wie Gott? Gottes Liebe ist unendlich groß. Wenn uns Jesus aber aufruft, barmherzig zu sein wie der Vater, denkt er nicht an Quantität. Er möchte, dass wir zu einem Zeichen, zu einem Sprachrohr, zu Zeugen seiner Barmherzigkeit werden. In diesem Sinne spiegeln die Heiligen der Kirche durch ihr vielfältiges Wirken das barmherzige Antlitz Christi wider. Mit zwei Schlüsselwörtern konkretisiert der Herr barmherziges Handeln: »Schulden erlassen« (V. 37) und »beschenken« (V. 38). Nach dem Maß, mit dem wir von Gott Gaben erhalten, sollen wir auch dem Nächsten verzeihen und ihn beschenken. Und in dem Maß, mit dem wir dem Nächsten Vergebung und Wohlwollen entgegenbringen, werden wir auch von Gott mit seiner Güte bedacht!

Der Papst grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger deutscher Sprache, besonders an die Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Josef aus Schwandorf. Lasst durch eure Werke der Barmherzigkeit immer mehr das barmherzige Antlitz Jesu in der Welt erstrahlen. Ich wünsche euch einen guten Aufenthalt in Rom und segne euch alle von Herzen.

Auf Italienisch wies Franziskus auf den Welt-Alzheimertag hin. Er sagte:

Heute begehen wir den XXIII. Welt-Alzheimertag, der unter dem Thema steht: »Erinnere dich an mich«. Ich lade alle Anwesenden ein, sich mit der Fürsorge Marias und der Zärtlichkeit des barmherzigen Jesus an jene zu »erinnern«, die von dieser Krankheit betroffen sind, sowie an ihre Familienangehörigen, um sie unsere Nähe spüren zu lassen. Beten wir auch für jene Menschen, die den Kranken zur Seite stehen und ihre Bedürfnisse zu erkennen wissen, auch die kaum wahrnehmbaren, weil sie sie mit einem Blick voller Liebe sehen.

Druckausgabe

 

LIVE

St. Peter’s Square

19. Juli 2018

VERWANDTE NACHRICHTEN