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Auf dem Weg zur Einheit

· Audienz des Papstes für den Erzbischof von Canterbury, Justin Welby ·

»Wir wollen den Weg zur Einheit gehen, brüderlich verbunden in der Nächstenliebe«. Das ist die Einladung, die Papst Franziskus an Seine Gnaden Justin Welby gerichtet hat, den Erzbischof von Canterbury und Primas der Anglikanischen Gemeinschaft, den er am Freitag Vormittag, 14. Juni, empfangen hat. In seiner Ansprache verabsäumte der Papst nicht, anzuerkennen, dass »die Geschichte der Beziehungen zwischen der Kirche von England und der Katholischen Kirche lang und verwickelt (sei), und (dass) sie nicht frei (sei) von schmerzlichen Augenblicken«. Gleichwohl hätten sich die letzten Jahrzehnte »ausgezeichnet durch einen Weg der Annäherung und der Brüderlichkeit, und dafür danken wir Gott von Herzen.«

Ein Weg, der Wirklichkeit geworden sei sowohl dank des theologischen Dialogs, durch die Arbeit der Internationalen Anglikanisch/Römisch-Katholischen Kommission als auch durch die Anknüpfung freundschaftlicher Beziehungen auf allen Ebenen durch ein tägliches Zusammenleben im Geist tiefer gegenseitiger Achtung und aufrichtiger Zusammenarbeit. Beziehungen, denen der Heilige Vater jene Solidität zuerkannt hat, die es gestattet hat, »die Richtung beizubehalten, selbst wenn sich in unseren theologischen Dialogen Schwierigkeiten ergeben haben, die größer waren, als es zu Beginn des Weges den Anschein gehabt hatte.«

In diesem Kontext unterstrich Papst Franziskus, wie gut die Initiative Benedikts XVI. gewesen sei, »eine kanonische Struktur zu schaffen, die dazu in der Lage war, auf die Wünsche jener Gruppen von Anglikanern zu antworten, die darum baten, auch kollektiv in die katholische Kirche aufgenommen zu werden.« und er ergänzte:  »Ich bin überzeugt, dass so in der katholischen Welt eine bessere Kenntnis und Wertschätzung der spirituellen, liturgischen und pastoralen Traditionen, die Teil des Anglikanischen Erbes sind, möglich wird.«

Als er anschließend über die Notwendigkeit einer immer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den Katholiken und den Anglikanern sprach, betonte der Heilige Vater vor allem das gemeinsame Bemühen um soziale Gerechtigkeit und die Förderung des Gemeinwohls sowie ein Wirtschaftssystem, »das im Dienst des Menschen steht und das Gemeinwohl fördert«, wobei er an die Pflicht erinnerte, »dem Hilferuf der Armen unsere Stimme zu verleihen, damit sie nicht den Gesetzen einer Wirtschaft ausgeliefert bleiben, die den Menschen mitunter nur als Konsument in Betracht zu ziehen scheint.«

Seinerseits erinnerte der Erzbischof von Canterbury an die zuvor bereits vom Papst in seiner Ansprache zitierten Worte,  die Paul VI. im Jahr 1966 bei dessen historischem Besuch im Vatikan  an Erzbischof Ramsey gerichtet hatte und versicherte: »Tatsache ist, dass ich spüre, dass ich an einen Ort gekommen bin, an dem ich mich heimisch fühlen kann.«

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21. November 2018

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