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Anwältin für die Menschenrechte

· ​Im Gedenken an Alicia Oliveira ·

Zum Gedächtnis an Alicia Oliveira – die erste Frau in der argentinischen Geschichte, die Richterin an einem Strafgerichtshof wurde und die dadurch bekannt wurde, dass sie unter der Militärdiktatur unermüdlich für die Menschenrechte eingetreten war – fanden sich ihre Kinder zur heiligen Messe ein, die Papst Franziskus am Freitag, 19. Dezember, in Santa Marta feierte.

María José, Mariano und Alejandro Sarrabayrouse Oliveira, die von ihren jeweiligen Ehegatten, Fábian Sultani, Ana Rosa Cunha da Cruz und Raquel Pannunzio begleitet wurden, ließen einige gemeinsame Augenblicke aus dem Leben Alicias und des Papstes Revue passieren. Die beiden waren seit 1976 befreundet gewesen, als sich die Frau, die damals von der Polizei gesucht wurde, eine Zeit lang verstecken und von ihren Kindern trennen musste. Zu jener Zeit war Bergoglio Provinzial der argentinischen Jesuiten und hatte es Alicia ermöglicht, ins Kollegium San Miguel im Arbeiterviertel Almagro zu ziehen, um den Drohungen des Regimes zu entkommen.

Viele Jahre später hat nun ihre Tochter María José an diese Zeit erinnert und vor allem das Engagement ihrer Mutter herausgestellt, die eine der Gründerinnen des »Centro de Estudios Legales y Sociales« (CELS) war. Zudem war sie als Ombudsfrau (unparteiische Schiedsperson) der Stadt Buenos Aires tätig und arbeitete aktiv für den Verbraucherschutz, vor allem während des »Corralito« (des argentinischen Systems der Beschränkung des Bargeldumlaufs) im Jahr 2001, also der Einschränkung der freien Verfügung über von Girokonten abzuhebendes Bargeld, die die Regierung verhängt hatte.

Am 13. Dezember hat die argentinische Staatspräsidentin, Cristina Fernández de Kirchner, den diesjährigen nach Azucena Villaflor benannten Preis postum Frau Alicia Oliveira gewidmet, die am vergangenen 5. November an einer unheilbaren Krankheit verstorbenen ist. Dadurch sind nun Villaflor, eine der Gründerinnen der Vereinigung der Mütter der Plaza de Mayo, und Oliveira – die im Jahr 1976, als sie von der Militärdiktatur, die soeben die Macht ergriffen hatte, gesucht wurde, gezwungen worden war, ihren Richterstuhl zu räumen – vereint als Verteidigerinnen der Freiheit und der Menschenwürde.

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25. Januar 2020

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