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Alle kommen auf Golgota zusammen

· Erneute Restaurierung des Freskos »Kreuzigung und Heilige« des Beato Angelico im Kapitelsaal des Klosters San Marco in Florenz ·

Heilige und Gründer der wichtigsten religiösen Orden zu Füßen des Kreuzes versammelt

Der Anlass dazu, erneut über ein hochberühmtes Meisterwerk des Beato Angelico, die Kreuzigung und Heilige im Kapitelsaal des geschichtsträchtigen Dominikanerkonvents zu schreiben, der heute das Museum San Marco in Florenz beherbergt, war die unlängst erfolgte Restaurierung.

Sie war nach einer ganzen Reihe diagnostischer Voruntersuchungen in Angriff genommen worden, die die besten Experten auf diesem Gebiet an diesem Fresko vorgenommen hatten, das nicht nur die Spuren schwerer Schäden aus der Vergangenheit aufwies, sondern auch die materiellen Spuren der vor vierzig Jahren durch einen bedeutenden Restaurator, Dino Dini, vorgenommenen Restaurierung. Und eben dessen Neffe, Giacomo Dini, nahm den empfindlichen und behutsamen Eingriff vor, der es unter der Leitung von Magnolia Scudieri gestattet hat, ein Kunstwerk wieder bewundern zu können, das unter konservatorischem Gesichtspunkt wieder in Sicherheit gebracht wurde und bis ins Detail wieder betrachtet werden kann.

Die Kreuzigung des Beato Angelico ist Ausdruck einer außergewöhnlichen Zeit der Auseinandersetzung und der sich abzeichnenden Einigung zwischen religiösen Überzeugungen und spirituellen Ausrichtungen. Der Hinrichtung Christi und der beiden Schächer (von denen der Gute Fassung und Vertrauen zeigt, wogegen der Schlechte schreit und bereits verdammt ist) wohnen auch die Protagonisten der Evangelien bei. Aber die Zahl der auf Golgota Anwesenden ist noch weitaus zahlreicher und vielfältiger, denn zur Rechten und zur Linken stellt der Maler auch noch eine neu hinzugekommene Menge von Heiligen dar, die aus verschiedenen Orten und Zeitaltern stammen.

Diese außergewöhnliche und niemals wieder aufgegriffene Ikonographie spiegelt das Ideal der Einheit und Eintracht innerhalb des Christentums dar, das gewiss gut zum Klima der ökumenischen Hoffnung zur Zeit der vorübergehenden Union der Ost- und der Westkirche passte, der das Konzil mit dem Unionsdekret Laetentur coeli vom 6. Juli 1439 zugestimmt hatte.

Cristina Acidini

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24. April 2018

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